Sunday celebration - Zwetschgenkuchen aus dem Outdoor-Ofen und Hüftsteak vom Gussrost

In der vergangenen Woche schien es sich dem Ende zu neigen; die schönen lauen Sommertage sind wirklich Mangelware in 2016. Heute hingegen hatten wir nochmal so einen Tag. Drum habe ich einiges im Petto gehabt, um unseren Gästen und uns den Sonntag kulinarisch zu gestalten.

Am Nachmittag starteten wir mit Zwetschgenkuchen vom Grill, am Abend Hüftsteak vom Gussrost und Chimichurri-Topping und Fingersalz.

Zwetschgenkuchen vom Grill

Für einige scheint dies auf den ersten Blick unmöglich. Ist es jedoch absolut nicht, wenn Du Deinen Kugelgrill in Kürze zum Outdoor-Ofen umgebaut hast.

Dafür verwende ich den beliebten Smokin´PizzaRing aus dem Hause Moesta. Damit gelingen nicht nur Pizza, Flammkuchen und Focaccia sondern auch so ziemlich alles, wofür Du in der Küche den Backofen verwendest; allerdings mit einem entscheidenen Vorteil: eine offene Flamme, welche diversen Gerichten den entscheidenen Touch gibt!

 

Zunächst lasse ich in einem AZK Grillbriketts durchglühen. Dazu habe ich kürzlich von der Kohlemanufaktur-PremiumGrillbriketts eine Probe bekommen, welche sich direkt meinem Test unterzieht. Dabei entzünde ich mit der zugesandten Brennpaste, welche eine rauch- und qualmfreie Entzündung gewährleisten soll - ich bin gespannt!

Briketts hinter die SmokinBande geschüttet und den PizzaRing samt PizzaBande und Stein aufgesetzt und aufheizen lassen.

Anders als bei Pizza verwende ich nur die Briketts und kein zusätzliches Holz oder PowerBricks, da wir uns nur im 200 - 250° Bereich bewegen müssen!

 

Für den Zwetschgenkuchen brauchen wir das PizzaBlech, welches sich in dem Komplettpaket aber bereits befindet!

Dieses fetten wir etwas mit Butter ein und dann geht es an den Kuchen.

Für 6 Personen benötigen wir:

500 g Zwetschgen

6 Eier

2 Vanillezucker

Abrieb einer Bio-Zitrone

160 g Zucker

160 ml Milch

200 g Mehl

2 EL braunen Zucker zum Bestreuen

Puderzucker zum Bestäuben

 

500 ml Sahne

1 Vanillezucker

 

Zuerst die Zwetschgen halbieren und entsteinen, anschließend die Hälften teilen. Diese in das gefettete Backblech legen.

Die Eier trennen und das Eiweiß mit 80 g des Zuckers steif schlagen. Das Eigelb mit dem übrigen 80 g Zucker, den 160 ml Milch, den 200 g Mehl, dem Vanillezucker und dem Abrieb der Zitrone zu einem glatten Teig rühren. Das steife Eiweiß unter die Teigmasse heben und die Masse anschließend über die Zwetschgen auf dem Blech geben.

Für die nächsten 20´ bei 200° in den Outdoor-Backofen damit.

In der Zwischenzeit die Sahne mit dem Vaniellezucker steif schlagen und zum Servieren über den warmen Zwetschgenkuchen geben.

 

Hüftsteak mit Chimichurri & fingersalz

Nachdem uns der Kuchen wohl geschmeckt hat, ich die Kohle aber noch in ihrer Hitze präsent halten möchte, den PizzaRing runter vom Grill, die Luftzufuhr auf kleinste Stufe stellen, um den Grill warm zu halten und die Briketts nicht zu verschwenden, denn ich lege später nur welche nach und lasse diese von den durchgeglühten entzünden, so der Plan.

 

Für 4 Personen benötigen wir:

1 kg Hüftsteak

4 TL Chimichurri

1 EL Olivenöl

½ Prise Fingersalz

Baguette

 

Es ist also soweit, es soll noch was deftiges geben. Hüftsteak mit Chimichurri-Topping und etwas Baguette.

Leider war die Kohle nicht mehr präsent, zurück in den AZK damit und neu entflammt, nach 15´ war er wieder vollständig da, aber es hat natürlich nicht eingeplante Zeit gekostet ...

Das Thermometer zeigt 200° im Deckel dabei lege ich schon mal den für Steaks absolut genialen Gussrost auf, damit sich dieser aufheizen kann.

 

Wenn im Deckelthermometer 280 - 300° stehen, dann muss es zum einen ausreichend, zum anderen hochwertige Kohle sein. Soweit also zufrieden mit den Briketts von der Kohlemanufaktur, später mehr dazu im Fazit!

Die Hüfte habe ich 4 gleich dicke Steaks geschnitten, da es spitz zulief hatten die Stücke unterschieldich viel Gewicht, aber es waren auch Damen dabei ... Bei dem Querschnitt sind die dabei gute 2,5 cm dick.

Die Steaks nun direkter Hitze aussetzen, in unserem Fall am hinteren Rand, weil dort die Briketts liegen. Nach 2´ drehen und die andere Seite direkt grillen. Ein tolles Muster ist auf den Steaks zu sehen und wie das duftet ...

Nach weiteren 2´ nehmen wir die Steaks weg von der Hitze und legen sie in den indirekten Bereich, Luftzufuhr drosseln, Thermometer einstecken oder gefühlt min. 12´ bei etwa 160° warten und dann mit dem Einstichthermometer testen.

Bei 56° tragen wir das zuvor angemachte Chimichurri aus 4 TL davon und 1 EL Olivenöl auf und lassen dieses kurz bei geschlossenen Deckel einziehen.

 

Dann ab auf den Teller damit noch eine Prise Fingersalz über jedes Steak und schmecken lassen!

 

So lassen sich die Sonntage aushalten ...

... glaubt ihr mir sicher aufs Wort!? Ihr seht den Teller links, was ein schön saftiges Stück Fleisch - hmm ...

Nun zuerst zu den Speisen: Der Zwetschgenkuchen mit dem untypischen Pfannkuchenteig hat mal wieder überzeugt, herrlich saftig und warm auf dem Teller - super!

Das Hüftsteak, nun es ist ein Klassiker vom Grill und mit dem Chimichurri und dem Fingersalz eine richtige Wucht!

 

Zu den Briketts: Bei der Aufgabe Outdoor-Ofen anheizen habe ich ihr noch nicht viel abverlangt, natürlich locker gemeistert. Bei den angepriesenen 4,5 h Brenndauer gehe ich mit, die 2 h bei geringer Luftzufuhr haben sie allerdings nicht gut überstanden.

Zum Steak braten mussten die Briketts nochmal in den AZK und neun angefeuert werden, da waren sie wieder voll da. Das lief dann ohne Probleme und auch nach dem Steak braten hatten die Briketts noch richtig Hitze.

Bis hierher eine wirklich ordentliche Kohle mit hohem Heizwert und sehr gutem Durchhaltevermögen. Mit der Brennpaste habe ich eien gute Erfahrung gemacht, die Kohle ist rauchfrei in Fahrt gekommen. Der Preis für die Paste ist allerdings nicht gerade gering - ist letztlich eine Empfindens- und Umgebungssache, womit man die Kohle entzündet. Den Preis bzw. das Preis-/Leistungsverhältnis der PremiumBriketts von der Kohlemanufaktur halte ich für angemessen. Schlussfazit: Für Pizza und allem wo ordentlich Sauerstoff benötigt wird, sicher eine gute Wahl, bei anderen Jobs halte ich sie teils für nicht so gut geeignet. Aber eine Kohle muss auch nicht unbedingt alles können ...

DerSchlutten

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